Radelnd an Berliner Mauer erinnert

10. August 2015 zur Übersicht

Artikel von Marcus Latton, erschienen in der Märkischen Oderzeitung vom 10.8.2015

Die Erinnerung an die Teilung Berlins, Deutschlands und Europas zu bewahren, ist seit 2001 eine Herzensangelegenheit für den Abgeordneten des Europaparlaments Michael Cramer (Bündnis 90/Die Grünen). Damals nämlich beschloss das Berliner Abgeordnetenhaus, den Mauerweg entlang des ehemaligen Grenzstreifens an Ost- und Westberlin mit Schildern zu versehen, die die Geschichte des Eisernen Vorhangs erzählen. Die Initiative für den Weg stammt von Cramer selbst, der dazu auch einen Fahrradatlas mit vielen geschichtlichen Details herausgegeben hat.

Jedes Jahr lädt Cramer Pedalritter dazu ein, den gesamten Weg in acht Etappen zu bewältigen. Die Sechste davon führte am Sonnabend nach Berlin-Hermsdorf.

Wie schon in den vergangenen Jahren lud Michael Cramer auch diesmal wieder nach Hennigsdorf ein, um vom dortigen Bahnhof zu starten. So fanden sich am Treffpunkt wiederum rund 50 Radler ein, um auf geschichtsträchtigem Boden in die Pedale zu treten.

Einer von ihnen ist Christian Brandt, der bereits zum zweiten Mal dabei ist. "Die Tour macht viel Spaß und ist informativ", würdigte der 46-jährige Berliner die von Cramer geführte Fahrt. "Die Mauer gerät ja immer mehr in Vergessenheit, deshalb ist es wichtig, dass man die Erinnerung auch durch solche Aktionen am Leben hält", argumentierte der Berliner.