Flughafen Schönefeld

24. Februar 2004 zur Übersicht

Schönefeld muss an das Eisenbahnnetz angebunden werden - intelligent und kostengünstig.

Die Planung für die Flughafen-Anbindung mit der Eisenbahn ist realitätsfern.
Sie wurde zu einer Zeit festgelegt, als der Flughafen-Standort noch nicht bekannt war.

Das Kreuzungskonzept kann nur Flughäfen in Sperenberg und Jüterbog integrieren, beide Standrote wurden verworfen.

Das Ringkonzept hätte auch den Flughafen Schönefeld an das Schienennetz angebunden - wurde aber nicht realisiert. Zudem wurde der Nord-Süd-Eisenbahn-Tunnel vierspurig ausgebaut.

Obwohl dort keine Züge fahren werden, soll eine millionenschwere Eisenbahn-Anbindung zum Flughafen gebaut werden. Chaos-Planung à la Berlin!

Die kostenträchtige Umleitung von S- und Fernbahnzügen ist nur dann sinnvoll, wenn das Eisenbahnkonzept geändert wird - dann ist aber der Nord-Süd-Tunnel überflüssig. Jetzt muss man aus der Not eine Tugend machen.

Die Nord-Süd-Verbindung wird das Herzstück des Eisenbahnkonzepts von Berlin und Brandenburg werden. Deshalb muss die Anbindung zum Flughafen auch von Süden - und auch vom Süden der Stadt - erfolgen, ohne dass die Fluggäste zum Bahnhof Papestraße vorfahren und dann wieder zurückfahren müssen.

Das ist möglich mit einem ICE-Halt in Blankenfelde, 15 Kilometer südlich vom Bahnhof Papestraße. Von hier müsste eine S-Bahn zum Terminal und von dort zum bestehenden Bahnhof in Schönefeld gebaut werden. Das ist schneller und kostengünstiger zu haben, als die Verlagerung der Fernbahntrasse. Zudem ist diese Lösung effizient und fahrgastfreundlich.