Abschaffung der Sozialkarte kostet Millionen

21. Februar 2004 zur Übersicht

Mit der "Sozialkarte" konnten Sozialhilfeempfänger verbilligt mit der BVG fahren. Jetzt wurde sie abgeschafft.

Die Abschaffung der Sozialkarte behindert die Bedürftigen nicht nur in ihrer Mobilität und nimmt ihnen die Chance, am gesellschaftlichen und kulturellen Leben teilzunehmen. Es ist auch eine eine "Sparaktion" ohne Sinn und Verstand.

17 Millionen Euro werden auf den ersten Blick eingespart. Es entstehen jedoch Ansprüche der Sozialhilfeempfänger auf die Einzelabrechnung von notwendigen Fahrten.

Die Anhörung der Bezirke im Hauptausschuss hat deutlich gemacht, dass mit Kosten zwischen 30 und 50 Millionen Euro zu rechnen ist.

Gleichzeitig wird ein riesiger bürokratischer Apparat benötigt. Die Bearbeitung der Einzelanträge wird viele tausend Stunden kosten und damit weitere hohe Summen verschlingen.

Der Vorschlag des Senats, ab 2005 auf Kosten der BVG wieder ein verbilligtes Ticket einzuführen, mag zur Gesichtswahrung ausreichen. Das Problem löst er nicht.