Skandal in der Automobilindustrie geht weiter

23. Oktober 2015 zur Übersicht

Verlässliche und unabhängige Tests einziger Ausweg

Am heutigen Freitag hat die Deutsche Umwelthilfe einen Bericht veröffentlicht [1], der zeigt, dass auch bei Opel die Grenzwerte für Emissionen nur unter sehr fragwürdigen Bedingungen eingehalten werden. Dazu erklärt Michael Cramer, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament:

"Statt wirklichkeitsfremder Tricksereien im Labor brauchen wir unangekündigte Stichproben auf der Straße. Die europäischen Umweltbehörden sollten anstelle der industrienahen Prüfstellen die Tests durchführen.

Die Finanzierung der Tests kann leicht gesichert werden, wenn die Hersteller für jedes verkaufte Auto einen Euro abführen.

Die Ergebnisse der Tests dürfen nicht unter Verschluss gehalten werden, sondern müssen – wie in den USA – öffentlich gemacht werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher in der Europäischen Union in Zukunft nicht mehr betrogen werden.

Auch der Steuerbetrug muss beendet werden."

[1] Die Pressemitteilung der Deutschen Umwelthilfe finden Sie hier.