PM Zweiter Mauerstreifzug, Sa. 11.06.2016, 14 Uhr, von Adlershof nach Lichterfelde Süd: Unterbrechungen des Mauerweges beseitigen!

09. Juni 2016 zur Übersicht

Michael Cramer - Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament

Zweiter Mauerstreifzug, Samstag, 11. Juni 2016, 14 Uhr, von Adlershof nach Lichterfelde Süd

Unterbrechungen des Mauerweges beseitigen!

 

Am Samstag, 11. Juni 2016, startet um 14 Uhr am S-Bahnhof Adlershof der zweite Berliner Mauerstreifzug. Hier werden uns die Treptow-Köpenicker Bündnis-Grünen mit dem Direktkandidaten für das Abgeordnetenhaus von Berlin, Benjamin Hanke, auf den Weg schicken. „Wo stand eigentlich die Mauer?" – dieser Frage werden wir auf dem Fahrrad nachgehen. Eingeladen von der Berliner Abgeordnetenhausfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und geleitet von Michael Cramer wird dieser Mauerstreifzug am S-Bahnhof Lichterfelde Süd enden. Dort werden uns die Steglitz-Zehlendorfer Grünen nach einem Spaziergang durch die Lichterfelder Weidelandschaft mit dem Direktkandidaten Hans-Jörg Henning und dem BVV-Fraktionsvorsitzenden Uwe Köhne mit u.a. Cidre empfangen. Dazu erklärt Michael Cramer, MdEP, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Europäischen Parlament:

 

„Leider gibt es bei diesem Mauerstreifzug einige Abschnitte, die das durchgängige Befahren des Mauerweges unmöglich machen. So etwas gilt es in Zukunft zu verhindern! Die Länder Berlin und Brandenburg müssen sich ihrer Verantwortung für den gemeinsamen Mauerweg klar werden, ihn unter Denkmalschutz stellen und an Lösungen arbeiten, die Lücken zu beheben. Denn ohne Rücksprache mit dem Land Berlin hat die Gemeinde Schönefeld zwischen Rudow und Schönefeld ein Stück des Mauerweges verkauft. Der neue Eigentümer hat den Mauerweg mit einem Zaun versperrt, weshalb dieser Abschnitt nicht mehr genutzt werden kann. Deshalb muss an dieser Stelle der ehemalige West-Berliner Zollweg genutzt werden. Dieser ist hier in einem sehr schlechten Zustand und muss dringend saniert werden. Entweder hätte die Landesregierung von Brandenburg die Mauergrundstücke vom Bund seiner Zeit übernehmen können oder die Gemeinde Schönefeld hätte den Mauerweg planungsrechtlich sichern bzw. ihn beim Verkauf der Grundstücke berücksichtigen müssen. Hier wiederholen sich Fehler vom Griebnitzsee in Potsdam.

 

Auch auf der Berliner Seite sind einige Grundstücke des West-Berliner Kolonnenwegs in Privatbesitz gelangt, die leider nur auf fahrradunfreundlichen Strecken umfahren werden können. Hinter dem Stuthirtenweg wurde dieses Problem durch einen Straßenneubau in Brandenburg beseitigt, kurz vor dem Buckower Damm muss aber leider auf einen unbefestigten Weg ausgewichen werden.

 

Eine weitere Lücke besteht durch die S-Bahn. Da die Unterführung des Berliner Mauer-Radweges unter die noch zu bauende Dresdener Bahn im Planfeststellungsbeschluss des Eisenbahnbundesamtes enthalten ist, wird dieser Zustand sich ändern. Davon wird auch der Fernradweg Berlin-Leipzig profitieren, der an dieser Stelle mit dem Mauerweg identisch ist. Leider ist die Fertigstellung der Dresdener Bahn noch offen.

 

Kurz vor der Gropiusstadt ist die Behinderung durch die Drängelgitter noch immer nicht beseitigt, obwohl die Bahntrasse der Neukölln-Mittenwalder Eisenbahn (NME) zur Mülldeponie längst stillgelegt ist. Der zweite Mauerstreifzug wird durch eine Rast im „Rosengarten“ (Hubertusstr. 13, Mahlow-Waldblick) unterbrochen.“

 

Alle Termine und weitere Informationen zu den Berliner Mauerstreifzügen finden Sie hier.