Mit dem E-Bike durch ganz Europa

25. Juli 2014 zur Übersicht

EExpedition Iron Curtain Trail am Ziel

Am späten Nachmittag des 27. Juli werden Joachim Franz und Christian Roth mit ihrem Begleitteam an der bulgarisch-türkischen Grenze bei Rezovo die Küste des Schwarzen Meeres erreichen. Sie haben dann gut 9000 Kilometer im Sattel zweier E-Bikes zurückgelegt [1] und ganz Europa im Laufe von nur 30 Tagen der Länge nach durchmessen. Dabei folgte die EExpedition Iron Curtain Trail dem Verlauf des ehemaligen Eisernen Vorhangs, der den Kontinent bis vor 25 Jahren in zwei sich feindlich gegenüber stehende Lager spaltete. Michael Cramer, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Tourismus, hat die Tour einige Tage auf dem Deutsch-Deutschen Abschnitt begleitet und erklärt zur bevorstehenden Zielankunft:

"Die Erinnerung an ein historisches Ereignis von außerordentlicher Bedeutung für Europa und die Aufforderung zu einem Umdenkprozess für den Mobilitätsbegriff der Zukunft – die EExpedition Iron Curtain Trail verband beide Anliegen miteinander. Expeditionssportler Joachim Franz und E-Bike-Experte Christian Roth sind am 27. Juni 2014 im hohen Norden Skandinaviens aufgebrochen, um den gesamten Verlauf des ehemaligen Eisernen Vorhangs mit Elektro-Fahrrädern zu bewältigen. Damit starteten sie auf den Tag genau 25 Jahre nach dem symbolischen Durchtrennen des Grenzzauns durch die Außenminister von Österreich (Alois Mock) und Ungarn (Guyla Horn) ihre 9000 Kilometer lange Tour. Das Projekt stand unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlamentes und von Niedersachsens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies.

Vor 25 Jahren öffnete sich der Eiserne Vorhang, der fast fünf Jahrzehnte lang Europa in Ost und West geteilt hatte. Der Fall des Eisernen Vorhangs markierte den Aufbruch in ein neues, ein vereintes Europa. Mit ihm begann auch eine nahezu grenzenlose Mobilität. Heute steht diese Mobilität durch zunehmende Umweltbelastungen vor völlig neuen Herausforderungen. Zu einer nachhaltigen Mobilitätsstrategie gehört die Auseinandersetzung mit neuen Antriebsformen, wie auch der Elektromobilität. Der Einstieg in die Elektromobilität erfordert jedoch ein Umdenken in den Köpfen vieler Menschen – genau so, wie vor 25 Jahren mit dem Fall des Eisernen Vorhangs ein Umdenkprozess bei den Völkern Europas einsetzte. Die EExpedition Iron Curtain Trail nahm das historische Ereignis zum Anlass, um zugleich den Blick auf die Perspektiven für die Mobilität der Zukunft zu richten.

Das Europäische Parlament hatte die Schirmherrschaft für diese Expedition übernommen, weil mit ihr „die Geschichte Europas ins Bewusstsein gerückt und gleichzeitig ein Dialog über neue, nachhaltige Mobilität gefördert werden soll.“ Dass auch die Stadt Wolfsburg, Volkswagen und die Wolfsburg AG diese Expedition unterstützten, ist kein Zufall. Die Region um Wolfsburg war jahrzehntelang von der Nähe der innerdeutschen Grenze geprägt und hat den Fall des Eisernen Vorhangs hautnah miterlebt. Mit dem Wolfsburger Joachim Franz und dem gebürtigen Braunschweiger Christian Roth gingen denn auch zwei Vertreter dieser Region an den Start der Expedition."

[1] Bei dieser Tour fuhren die TeilnehmerInnen auch entlang der neuen Route von der deutsch-tschechischen Grenze bei Hof (DE) nach Szeged (HU). Mehr Informationen zu der neuen Routenführung finden Sie auch in dem 2014 erschienenen Buch "Europa-Radweg Eiserner Vorhang - Von Hof nach Szeged" (Esterbauer-Verlag). Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Sandra Wukovich
c/o Abenteuerhaus GmbH, Goethestraße 42
D-38440 Wolfsburg
Tel: 0049-5361-2724818
sandra.wukovich@joachim-franz.com