Heute fährt die S-Bahn nach Teltow - morgen nach Stahnsdorf ?!

01. März 2005 zur Übersicht

Zur Eröffnung der S-Bahn nach Teltow haben die grünen Verkehrspolitiker Claudia Hämmerling und Michael Cramer eine Verlängerung nach Stahnsdorf ins Gespräch gebracht. EU-Mittel könnten für Finanzierung genutzt werden.

Claudia Hämmerling und Michael Cramer, verkehrspolitische Sprecher im Abgeordnetenhaus und im Europäischen Parlament, erklären:

Der Eröffnung der S-Bahnstrecke nach Teltow muss der Bau der Verbindung nach Stahnsdorf folgen. Was für die 20.000 Menschen in Teltow recht ist, sollte den 30.000 Menschen in Stahnsdorf/Kleinmachnow nicht verwehrt werden. Die Trasse für diese Verbindung wurde in den 30er Jahren schon vorbereitet - die Troglage ist zu einem großen Teil noch vorhanden - sie wurde sowohl vor als auch nach dem Fall der Mauer frei gehalten. Sie könnte auch die Verbindung zur Friedhofsbahn und damit eine Verbindung zum Bahnhof Wannsee ermöglichen.

1,2 Milliarden Euro, die die Bundesregierung zur Verfügung gestellt hat, wurden von der DB AG nicht abgerufen. Deswegen fordern wir die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg auf, die Planfeststellung für die Verlängerung nach Stahnsdorf unverzüglich einzuleiten, damit die bis 2008 noch zur Verfügung stehenden Gelder verwendet werden können. Diese Strecke würde nicht nur die Verbindung zu 30.000 Menschen in Stahnsdorf und Kleinmachnow herstellen, sondern auch Berlin und Brandenburg noch besser miteinander verbinden.

15 Jahre hat es nach dem Fall der Mauer gedauert, bis die S-Bahn wieder von Lichterfelde Süd nach Teltow fährt. Aus Mitteln des Bundes, der EU und der beiden Länder Berlin und Brandenburg wurde die Anbindung von Teltow und die Umgebung des neuen Bahnhofs finanziert.

Aus Mitteln der EU wurde nicht nur die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Teltow finanziert. Auch die Unterquerung von Fern- und S-Bahntrasse in Lichterfelde für den "Berliner Mauerweg" wäre ohne die Unterstützung der EU (GA-Mittel) nicht möglich gewesen.