Dem Führerscheintourismus wird ein Ende gesetzt

22. März 2005 zur Übersicht

Europäischer Führerschein

Die Einführung des Europäischen Führerscheins ist ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Europas Straßen. Der Ersatz von über 100 verschiedenen Führscheintypen durch ein einheitliches Format erleichtert in Zeiten wachsender innereuropäischer Mobilität die Verkehrskontrollen.

Die Grünen/EFA begrüßten heute die Annahme eines Berichtes zum Europäischen Führerschein im Europäischen Parlament. Die Europa-Abgeordnete Eva Lichtenberger (Österreich), Mitglied des Verkehrsausschusses, erklärte dazu:

"Die Einführung des Europäischen Führerscheins ist ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Europas Straßen. Der Ersatz von über 100 verschiedenen Führscheintypen durch ein einheitliches Format erleichtert in Zeiten wachsender innereuropäischer Mobilität die Verkehrskontrollen.

Dem Führerscheintourismus wird endlich ein Ende gesetzt. Ein Autofahrer, dem sein Führerschein etwa wegen Alkoholisierung in einem EU-Land entzogen wurde, hat in Zukunft keine Chance mehr einfach im Nachbarstaat einen neuen Führerschein zu erwerben.

Die neue Richtlinie ist eine Regelung mit Augenmaß, die auch den Mitgliedsländern viel Gestaltungsspielraum lässt und nur das Notwendige auf europäischer Ebene regelt. So kann zum Beispiel jeder Staat selbst über die medizinischen Tests entscheiden, an die die Verlängerung des Führerscheins geknüpft ist."

Der Europa-Abgeordnete Michael Cramer (Deutschland), Mitglied des Verkehrsausschusses, erklärte:

"Wir wollten möglichst rasch klare Verhältnisse schaffen und nach zehn Jahren innerhalb der EU nur noch einen einzigen Führerschein haben. Aber die nun beschlossene Lösung mit einer Übergangszeit von maximal 20 Jahren, die nur für die bereits existierenden Führerscheine im Plastikformat gilt, ist akzeptabel. Vor allem wenn man bedenkt, dass große Teile der Konservativen 70 Jahre wollten."